ABSV-Info 03/2017 - Veranstaltungstipps

Mittwoch, 11. Januar 2017

Liebe Leserinnen und Leser, 

hier kommen Tipps zu Veranstaltungen, die zum Teil nicht in den Vereinsnachrichten stehen, aber die Sie dennoch nicht verpassen sollten: 

Freitag, 13. Januar, 17:00 Uhr
Führung für Blinde und Sehbehinderte in der Akademie der Künste durch die Ausstellung:
Uncertain States. Künstlerisches Handeln in Ausnahmezuständen. Ausstellung und Denkraum
Treffpunkt: 16:45 Uhr im Foyer der Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin

Die Fragilität der individuellen und gesellschaftlichen Bedingungen, ausgelöst durch Kriege, Armut und Terrorismus, steht im Zentrum dieser künstlerischen Recherche, die die aktuelle Dramatik der Flüchtlingsbewegung auf die historischen Erfahrungen von Flucht und Exil zwischen 1933 und 1945 bezieht. Ausgewählte Objekte und Dokumente aus den Archiven der Akademie, unter anderem von Walter Benjamin, Valeska Gert, Heinrich Mann oder Kurt Tucholsky, korrespondieren mit aktuellen Erfahrungen von Krisen- und Fluchtsituationen, die in 35 zeitgenössischen künstlerischen Positionen reflektiert werden, darunter Arbeiten von Francis Alÿs, Ayşe Erkmen, Mona Hatoum, Isaac Julien oder Arkadi Zaides.

Anmeldung: Tel.: 030 200 57-15 11 oder 030 200 57-15 64, E-Mail: kunstwelten@adk.de
Fahrverbindung: S-Bahn bis Bellevue, U-Bahn U9 oder Bus 106 bis Hansaplatz 

Dienstag, 24. Januar, 15:00 Uhr
Tastführung in der Humboldt-Box
Ort: Schlossplatz 5, 10117 Berlin (gegenüber vom Lustgarten) 

Jahrhundertelang prägte das Berliner Schloss die Stadtmitte. Nach schweren Kriegsschäden gesprengt, entsteht es nun als Humboldt-Forum in zeitgemäßer Funktion neu. Der Förderverein Berliner Schloss präsentiert in seiner Dauerausstellung in der Humboldt-Box einige der über 3000 Objekte der Bauplastik, die derzeit neu angefertigt werden. Ornamentaler und figürlicher Bauschmuck wie Blattstäbe, korinthische und ionische Kapitelle, Adler, Widderköpfe und Löwentrophäen sowie allegorische Figuren wie Famen, Engel, Putten und ein Wilder Mann stehen zum Ertasten bereit. 

Der Eintritt ist frei. 

Leitung: Wolfgang Becker, Fördervereinsmitglied und Gabriela Braden-Becker, Kunsthistorikerin
Anmeldung: Tel.: 030 895 88-0, E-Mail: freizeit@absv.de
Fahrverbindung: Bus 100, 200 bis Lustgarten 

Mittwoch, 25. Januar, 19:00 Uhr
Spurensuche - Ein Abend zwischen Vergangenheit und Zukunft
Ort: Kleisthaus, Mauerstr. 53, 10117 Berlin 

Anlässlich des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen mit einem ganz besonderen Abend an die Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen, die den Morden der sogenannten „Euthanasie“ zum Opfer gefallen sind. Schülerinnen und Schüler des Ernst-Mach-Gymnasiums und der Mittelschule Haar haben in einem Projekt zu den „Euthanasie“-Morden in der Zeit des Nationalsozialismus recherchiert, Fakten zusammengetragen, Erfahrungen gesammelt, sich auf Begegnungen eingelassen und den unterschiedlichsten Perspektiven nachgespürt.

Die daraus entstandene beeindruckende Inszenierung wurde im Rahmen des Wettbewerbs „andersartig gedenken on stage“ ausgezeichnet. Im Anschluss an die Aufführung gibt es ein Gespräch mit Verena Bentele und den Akteuren des Projektes und der Berliner Malerin Hannah Bischoff, die den Verlust ihrer Großmutter durch einen „Euthanasie“-Mord in einem großen Bilderzyklus bearbeitet und auf ganz persönliche Weise dokumentiert hat.  

Der Eintritt ist frei. 

Anmeldung: Tel.: 030 185 27 26 48, per E-Mail: kleisthaus@behindertenbeauftragte.de oder über das Anmeldeformular
Fahrverbindung: U-Bahn U2 bis „Mohrenstraße“, U2 und U6 bis „Stadtmitte“, S- und U-Bahn bis „Potsdamer Platz“  

Paloma Rändel
Öffentlichkeitsarbeit

Hände lesen über Brailleschrift, Makro