ABSV-Info 11/2017 - Berlinale: Kopfhörer für die "Wilde Maus" sowie weitere Tipps zu Kino und Film

Mittwoch, 8. Februar 2017

Liebe Leserinnen und Leser, 

Berlinale-Besucher, die sich die Audiodeskription (AD) lieber über klassische Kopfhörer anhören möchten, haben dank eines zusätzlichen Sponsors diese Möglichkeit nun auch bei dem Wettbewerbsfilm „Wilde Maus“. Der AD-Empfang über die GRETA App ist trotzdem weiterhin möglich.
Alle Infos zu den Hörfilmen auf der Berlinale, der Kartenbestellung und -abholung sowie zur Reservierung und Abholung der Kopfhörer und Leihgeräte finden Sie auf unserer Internetseite unter www.absv.de/besondere-veranstaltungen 

Parallel zur Berlinale findet auch in diesem Jahr eine inklusive Tastführung durch das Museum für Film und Fernsehen statt zum Thema:
„Deutsche Filmgeschichte zum Anfassen“
Sonntag, 12. Februar, 14:00 Uhr
Ort: Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen, Potsdamer Straße 2, 10785 Berlin
Kosten: Führung kostenfrei mit Eintrittskarte: 7,00 Euro / erm. 4,50 Euro, Begleitperson frei
Informationen und Anmeldung: Museumsinformation Berlin, Tel.: 030 247 49-888 oder E-Mail: museumsinformation@kulturprojekte-berlin.de

Nicht nur auf der Berlinale ist es spannend. Wer auf den Festivaltrubel verzichten möchte, dem empfehlen wir die Hörfilme „Mein Blind Date mit dem Leben“ und „Mein Leben als Zucchini“ (ab 16. Februar im Kino), die Audiodeskription ist jeweils über die GRETA App verfügbar.

„Mein Blind Date mit dem Leben“
Für den jungen Saliya (Kostja Ullmann) scheint eigentlich alles wie am Schnürchen zu laufen, denn schließlich hat er gerade alle Prüfungen bestanden und das Abitur eingetütet. Dabei verschweigt er konsequent, dass er fast blind ist, was aber offenbar kein Problem für ihn ist, solange er sich mit dem Handicap erfolgreich durchs Leben mogelt. Tatsächlich ergattert er sogar einen Job in einem Luxus-Hotel in München und keiner seiner Kollegen ahnt auch nur das Geringste. Nur sein Kumpel Max (Jacob Matschenz) erkennt eines Tages, das etwas mit Saliya nicht stimmt und greift ihm deshalb unter die Arme. Während alle anderen ihren Feierabend genießen, üben die beiden Freunde zum Beispiel die einfachsten Handschläge, bis er sie sprichwörtlich „blind“ beherrscht. Doch als er dann Laura (Anna Maria Mühe) kennenlernt und sich in sie verliebt, kommt Saliya in unvorhersehbare Situationen, die er nicht mehr so routiniert kontrollieren kann. Sein Leben droht, komplett aus den Fugen zu geraten…
Der Film basiert auf der Autobiografie von Saliya Kahawatte. 

„Mein Leben als Zucchini“
Der warmherzige Animationsfilm für die ganze Familie kommt aus der Schweiz. Er wurde letztes Jahr vielfach ausgezeichnet und für den diesjährigen fremdsprachigen Oscar nominiert.
Inhalt: Icare ist ein kleiner neunjähriger Junge, der partout mit Spitznamen „Zucchini“ genannt werden möchte. Nach dem plötzlichen Tod seiner Mutter wird er in einem Kinderheim untergebracht, wo ihn die Heimleitung sehr freundlich empfängt.Nach anfänglichen Rangeleien beginnt Zucchini, sich in seinem neuen Zuhause wohl und geborgen zu fühlen. Seine Kameraden haben genauso wie er schwierige Zeiten hinter sich. Das schweißt zusammen. Die kleine eingeschworene Gemeinschaft hat viel Spaß miteinander und geht zusammen durch dick und dünn. Die Schweizer Singer-Songwriterin Sophie Hunger komponierte dazu eine wunderschöne Filmmusik, mit der sie die jeweilige Gefühlslage der Kinder feinfühlig untermalt.
Audiodeskription und Untertitel sind über die App Greta und Starks zugänglich und wurden produziert von der Kinoblindgänger gGmbH.  

Paloma Rändel
Öffentlichkeitsarbeit

Hände lesen über Brailleschrift, Makro