ABSV-Info 117/2017 - Film "Ein blinder Held – Die Liebe des Otto Weidt" und weitere Veranstaltunge

Mittwoch, 8. November 2017

Liebe Leserinnen und Leser, 

am Donnerstag, 9. November, 18:00 Uhr, zeigen wir im Rahmen unseres Kellerkinos gemeinsam mit dem Netzwerk BücherboXX den Film "Ein blinder Held – Die Liebe des Otto Weidt" mit offener Audiodeskription. Inge Deutschkron, eine der Protagonistinnen in dem Film, wird anwesend sein und für Fragen zur Verfügung stehen.  

Zum Inhalt des Films:
Mitten im Zweiten Weltkrieg finden viele Berliner Juden in Otto Weidts (Edgar Selge) Bürstenwerkstatt Zuflucht und eine tolerante Atmosphäre. Weidt hält enge Kontakte zur Gestapo und kann deshalb als „Papa Weidt“ seine Angestellten weitestgehend vor antisemitischen Herabwürdigungen beschützen. Unter den wenigen Nicht-Blinden der Werkstatt ist die junge Alice Licht (Henriette Confurius), zu der Otto trotz des Altersunterschieds von fast 40 Jahren eine Verbindung aufbaut. Alice gewinnt nach und nach Einblicke in Ottos zwielichtige Geschäfte und wird schon bald zu seiner rechten Hand. Aber die Judenvernichtung trifft irgendwann auch die Werkstatt von Otto und er weiß, dass er seine Angestellten nicht mehr lange vor den Nazis beschützen kann… 

Unser Mitglied Jürgen Bünte hat dem Schauspieler Edgar Selge bei den Proben zur Seite gestanden, damit er die Rolle des blinden Otto Weidt authentisch spielen kann. 
Der Film wird im Saal des ABSV gezeigt.

Anmeldung unter Tel.: 030 391 27 63 oder per E-Mail: roeding[at]t-online.de   

Weitere Empfehlungen zu diesem Thema: 

Am Freitag, 10. November, gibt es um 15:00 Uhr eine Führung speziell für blinde und sehbehinderte Menschen über den jüdischen Schriftsteller Walter Benjamin und seine Beziehung zu Bertolt Brecht in der Ausstellung „Benjamin und Brecht. Denken in Extremen“ in der Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin.

Anmeldung: Tel.: 030 200 57-15 11 oder 030 200 57-15 64, E-Mail: kunstwelten[atadk.de
Fahrverbindung: S-Bahn bis Bellevue, U-Bahn U9 oder Bus 106 bis Hansaplatz

Die Ausstellung "L'Chaim – Auf das Leben! Die Vielfalt jüdischen Lebens in Berlin entdecken" porträtiert den Alltag von Jüdinnen und Juden, die Berlin heute als ihre Heimat bezeichnen und das Leben der Stadt mitgestalten. Die Porträts gewähren einen Einblick in die Vielfalt jüdischen Lebens sowie in die Gedanken- und Gefühlswelten von Jüdinnen und Juden in Berlin. Die Ausstellung findet vom 7. bis 27. November im Abgeordnetenhaus von Berlin, Niederkirchnerstraße 5, 10117 Berlin im Rahmen der Jüdischen Kulturtage Berlin 2017 statt. Wir empfehlen, eine Führung zu vereinbaren, da die Schrifttafeln und Berichte per Video leider nur bedingt barrierefrei sind.Wer Interesse an einer Führung hat, bitte melden unter Tel.: 030 895 88-0, E-Mail: freizeit[atabsv.de  

Aktuelle Kinofilme, bei denen die Audiodeskription mit der App Greta empfangen werden kann: 

Die Unsichtbaren - Wir wollen leben
Das Doku-Drama zeigt die wahren Geschichten von vier jungen Menschen mit jüdischen Wurzeln, die im Berlin während des Dritten Reiches untertauchen und um ihr Überleben kämpfen.  

Django - Ein Leben für die Musik
Der Film beschreibt das Leben des legendären Gitarristen Django Reinhardt, der, aus einer Sinti-Familie stammend, 1943 vor den Nazis fliehen muss.   

Paloma Rändel
Öffentlichkeitsarbeit

Hände lesen über Brailleschrift, Makro