ABSV-Info 128/2017 - Stolpersteinverlegung, jiddische Lieder, Ausstellungseröffnung mit Chanukka-Fest im Kleisthaus

Freitag, 1. Dezember 2017

Liebe Leserinnen und Leser, 

wie bereits im November in den Vereinsnachrichten angekündigt, findet am Samstag, 2. Dezember, eine Stolpersteinverlegung durch den Künstler Gunter Demnig vor dem ehemaligen Blindenwohnheim Wrangelstraße 6-7 in 12165 Berlin (Nähe U- und S-Bahnhof Rathaus Steglitz) mit anschließender Gedenkfeier statt. Beginn ist bereits 15:10 Uhr, die Verlegung dauert etwa 40 Minuten.

Es werden dann 21 Steine sein, und 6 weitere werden folgen. Nach der Verlegung findet eine etwa einstündige Gedenkveranstaltung im Gartenhaus Wrangelstraße 6-7 mit folgendem Programm statt:
Nach der Begrüßung durch Dr. Petra Fritsche werden die zehn Biografien der deportierten und ermordeten Menschen beschrieben, derer die Steine gedenken. Hans-Dirk Rommel wird als Zeitzeuge von der Deportation aus dem Blindenheim berichten. Das Programm wird durch Mattia Maccarelli am Saxophon musikalisch begleitet. Anschließend laden die Veranstalterinnen Angelika Hermes und Dr. Petra Fritsche zu Gesprächen bei Kaffee und Kuchen ein.  

Es folgen zwei Veranstaltungstipps für alle, die sich für die jüdische Kultur interessieren:  

Donnerstag, 7. Dezember, 18:30 Uhr
„Mir leben eybig” – Jiddische Lieder mit Gofenberg & Chor
Ort: Ingeborg-Drewitz-Bibliothek, Musikbereich, Grunewaldstraße 3 (in der 3. Etage des Einkaufscenters „Das Schloss”), 12165 Berlin (Nähe U- und S-Bahnhof Rathaus Steglitz) 

Die Lieder, die der Chor unter Leitung des auf dem Akkordeon begleitenden Jossif Gofenberg singt, stammen zum großen Teil aus dem osteuropäischen „Shtetl“ und erzählen Geschichten aus einer längst vergangenen Zeit: Geschichten voller Melancholie – von Liebe und Leid, Trennung und Sehnsucht, Freude und Schmerz. Gofenberg & Chor möchten mit diesen Liedern „der Seele eine Stimme geben“.

Eintritt frei.
Anmeldung: Tel.: 030 902 99 24 10   

Donnerstag, 14. Dezember, 19:00 Uhr
„Die Dritte Kerze“ - Ausstellungseröffnung und Chanukka-Fest mit Musik
Ort: Kleisthaus, Mauerstraße 53, 10117 Berlin
(U-Bahn U2 bis „Mohrenstraße“, U6 bis „Stadtmitte“, S- und U-Bahn bis „Potsdamer Platz“)

Unter dem Dach der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland bietet das Kunstatelier Omanut jüdischen und nicht-jüdischen Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen eine vielseitige Palette von Angeboten in familiärer Atmosphäre an. Das Atelier bietet die Möglichkeit zur Arbeit mit unterschiedlichsten Techniken: Das Angebot reicht von Buntstiften über Aquarell-, Acryl- und Gouachefarben. Es wird gemalt, gezeichnet, gedruckt, mit Ton, Stein und Holz und vielem mehr gearbeitet. Mosaike werden erstellt und Collagen gebastelt.

Die Ausstellung im Kleisthaus zeigt Bilder des Ateliers. Die Mosaike lassen sich auch über den Tastsinn erfahren. Am Eröffnungsabend, dem 14. Dezember, werden zudem einmalig eine Auswahl von Kerzen zur Ansicht und zum Ertasten ausgestellt. Am gleichen Abend findet eine Live-Audiodeskription der gehängten Bilder statt. Die Besucherinnen und Besucher können an diesem Abend die Tradition des Chanukka-Festes entdecken und einen kulinarischen und musikalischen Abend mit Kantor Daniel Kempin und den Re’ut Chor im Kleisthaus erleben.

Eintritt frei.
Für Ihre Anmeldung nutzen Sie bitte das Anmeldeformular

Die Ausstellung ist vom 15. Dezember 2017 bis 12. Januar 2018, montags bis freitags von 9:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Barrierefreie Führungen können vereinbart werden unter der E-Mail: kleisthaus[at]behindertenbeauftragte.de

Paloma Rändel
Öffentlichkeitsarbeit

Hände lesen über Brailleschrift, Makro