ABSV-Info 36/2017 - Vermögensgrenzen für Blindenhilfe gestiegen

Donnerstag, 6. April 2017

Liebe Leserinnen und Leser, 

ab 1. April 2017 gilt in der Sozialhilfe ein höherer Vermögensfreibetrag in Höhe von 5.000 Euro statt wie bisher 2.600 Euro. Auch Ehe- und Lebenspartner, deren Einkommen und Vermögen bei der Gewährung von Sozialhilfe berücksichtigt wird, erhalten einen Freibetrag in Höhe von 5.000 Euro. Für Unterhaltsberechtigte, also insbesondere für Kinder von Leistungsberechtigten, erfolgt eine Anhebung auf 500 Euro. So beträgt der Schonbetrag bei einem Ehepaar künftig 10.000 Euro. Hat das Paar zwei unterhaltsberechtigte Kinder, steigt der Betrag auf 11.000 Euro. 

Diese Erhöhung gilt für alle Bezieher von Sozialhilfe, also auch für Menschen, die aufstockend zu ihrem Landesblindengeld Blindenhilfe nach § 72 SGB XII erhalten können. Mit der Erhöhung des Vermögensfreibetrages von Blindenhilfeberechtigten vergrößert sich gleichzeitig der Kreis derer, die vom Sozialamt eine Schulung in lebenspraktischen Fähigkeiten (LPF) finanziert bekommen können. 

Wer bekommt Blindenhilfe?
Die Gewährung von Blindenhilfe ist abhängig von Einkommen und Vermögen. Seit 1. Juli 2016 beträgt die Blindenhilfe 681,70 Euro, für Personen bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres 341,44 Euro. Da das Blindengeld in Berlin niedriger ist als die Blindenhilfe, kann bei geringem Einkommen ergänzende Blindenhilfe beantragt werden. 

Wenn Sie Fragen zum Blindengeld, zur Blindenhilfe und zum Antragsverfahren haben, kontaktieren Sie bitte den Sozialdienst des ABSV. 

Petra Rissmann
Leiterin des Sozialdienstes

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