ABSV-Info 44/2018 - Veranstaltungen im Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt im Rahmen von DENK MAL AM ORT

Mittwoch, 25. April 2018

Liebe Leserinnen und Leser,

unter dem Motto „Berlin trägt Kippa“ wird heute in der Stadt gegen Antisemitismus demonstriert. Wir nehmen das aktuelle Geschehen zum Anlass, um auf Veranstaltungen aufmerksam zu machen, die an die Geschichte erinnern:

Am Sonntag, 6. Mai 2018, finden im Rahmen des Projektes DENK MAL AM ORT folgende Veranstaltungen im Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt statt:

13:00 Uhr:
Lesung und Gespräch zur Geschichte der Familie Frey. Erich Frey war Arbeiter in der Weidt´schen Werkstatt. Seine Frau Elsbeth und er versteckten sich Anfang 1943 dort im Keller. Für ihre beiden Töchter verfassten sie vorher einen Bericht, in dem sie ihre Erlebnisse angesichts ihrer Entrechtung und Ausgrenzung als deutsche Juden schilderten. Lana Lux liest aus dem Bericht. Die Einleitung sowie den biografischen Hintergrund gibt Dr. Kurt Schilde.

14:00 Uhr:
Zeitzeugengespräch mit Petra und Franz Michalski statt. Sie berichten über die dramatische Fluchtgeschichte von Lilli Michalski und ihren Söhnen Franz und Peter, die vom NS-Regime als jüdisch verfolgt wurden, und sie erinnern an die Stillen Helden der Familie.

15:00 Uhr:
Kostenfreie Führung durch die Räume des Museums Blindenwerkstatt Otto Weidt.

Kontakt:
Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt in der Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Rosenthaler Straße 39, 10178 Berlin (Nähe S-Bahnhof Hackescher Markt)
www.museum-blindenwerkstatt.de

Das Projekt DENK MAL AM ORT findet in diesem Jahr zum dritten Mal statt. Es erinnert in Veranstaltungen am 5. und 6. Mai an Menschen, die in der NS-Zeit aus der Gesellschaft ausgegrenzt, verfolgt, deportiert, ermordet wurden. 

Das gesamte Programm von DENK MAL AM ORT sowie weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter: www.denkmalamort.de/dmao-2018
Eine Anmeldung  ist nicht erforderlich.

Paloma Rändel
Öffentlichkeitsarbeit

Hände lesen über Brailleschrift, Makro