ABSV-Info 70/2018 - DBSV hat neues Präsidium gewählt und wichtige Resolutionen verabschiedet

Dienstag, 3. Juli 2018

Liebe Leserinnen und Leser, 

der Verbandstag des DBSV hat am 30. Juni sein Führungsteam für die nächsten vier Jahre bestimmt. In der ersten Abstimmung wurde Klaus Hahn (Münster) zum neuen Präsidenten des DBSV gewählt. Er gehört seit 12 Jahren dem Präsidium des DBSV an. Anschließend wurde Hans-Werner Lange aus Hannover im Amt des Vizepräsidenten bestätigt. Das Duo an der Spitze des DBSV geht mit großen Stimmenmehrheiten in die Legislaturperiode. 

Danach wurden die folgenden sieben weiteren Präsidiumsmitglieder gewählt: 
- Peter Brass (Berlin)
- Jette Förster (Hannover)
- Silvia Hame (St. Wendel)
- Prof. Dr. Thomas Kahlisch (Leipzig)
- Dr. Thomas Krämer (Berlin - Mitglied im Vorstand BBSB)
- Bernd Peters (Magdeburg)
- Winfried Specht (Stuttgart) 

Renate Reymann, Hans-Joachim Krahl und Rudi Ullrich, die sich nach vielen Jahren verdienstvoller Arbeit im Präsidium nicht wieder zur Wahl gestellt haben, wurden vom Verbandstag zu Ehrenmitgliedern des DBSV ernannt.

Wir gratulieren allen Gewählten sehr herzlich und sind ganz besonders stolz darauf, dass unser stellvertretender Vorsitzender, Peter Brass, erneut als Mitglied des Präsidiums bestätigt wurde.

Das neue Präsidium wird Schwerpunktthema der August-Ausgabe des DBSV-Verbandsmagazins "Sichtweisen" sein. Fordern Sie einfach ein Probeexemplar an:
DBSV-Zeitschriftenverlag, Petra Wolff, Tel.: 0 30 28 53 87-220, E-Mail: p.wolff[at]dbsv.org.
Die Zeitschrift erscheint zehnmal im Jahr in drei Formaten: Schwarzschrift, Punktschrift und DAISY. Hinweis: Wer die ABSV-Vereinsnachrichten auf der CD "DBSV-Inform" erhält, bekommt automatisch auch die "Sichtweisen" auf Buch 2.

Der DBSV hat außerdem wichtige Beschlüsse gefasst und Resolutionen verabschiedet.

Resolution "Arbeitswelt im Umbruch"

Am 29. Juni hat der DBSV eine Resolution zur beruflichen Teilhabe an Bundessozialminister Hubertus Heil übergeben, in der eine spürbar erhöhte Ausgleichsabgabe für Betriebe gefordert wird, die ihrer Beschäftigungspflicht gegenüber schwerbehinderten Menschen gar nicht oder in unzureichendem Maße nachkommen. Die Reform der Ausgleichsabgabe ist Teil eines Maßnahmenpaketes, das die Teilhabechancen blinder und stark sehbehinderter Menschen am ersten Arbeitsmarkt verbessern soll. Den Wortlaut der Resolution finden Sie unter: 
www.dbsv.org/resolution/vbt-2018-res-arbeit.html 

Resolution "Umfassende Verpflichtungen zur Barrierefreiheit schaffen und Diskriminierungsschutz stärken"  

In einer weiteren Resolution hat der Verbandstag des DBSV eine Weiterentwicklung der gesetzlichen Regelungen zur Barrierefreiheit gefordert. Wenn es um etwas so wichtiges wie die Teilhabe behinderter Menschen am gesellschaftlichen Leben geht, darf die Politik nicht länger auf Freiwilligkeit setzen - auch der privatrechtliche Bereich muss endlich in die Pflicht genommen werden. Konkret fordert der DBSV entsprechende Regelungen im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Weitere Punkte sind eine rechtliche Umsetzung des Konzepts der angemessenen Vorkehrungen, bei dem es um Einzelfalllösungen zur Überwindung von Zugangshürden geht, eine Einschränkung der Rechtfertigungsgründe für eine ungleiche Behandlung behinderter Menschen und ein verbesserter Rechtsschutz bei Verstößen gegen das AGG. Die vollständige Resolution im Wortlaut finden Sie unter: 
www.dbsv.org/resolution/vbt-2018-res-barr-disk.html  

Paloma Rändel
Öffentlichkeitsarbeit

Hände lesen über Brailleschrift, Makro