ABSV-Info 88/2018 - Stolpersteinverlegung vor dem ehemaligen Blindenheim

Donnerstag, 9. August 2018

Liebe Leserinnen und Leser, 

am 1. September werden zum dritten und letzten Mal Stolpersteine vor dem ehemaligen Blindenheim in der Wrangelstraße verlegt. Ein „Kopfstein“ wird zusätzlich erläutern, dass hier ein Blindenheim war, aus dem die Bewohnerinnen und Bewohner ausziehen mussten und deportiert wurden. 

Samstag, 1. September, 14:50 Uhr vor dem Grundstück Wrangelstraße 6-7 in Berlin-Steglitz
Anschließend findet die Gedenkfeier im Gartenhaus des Grundstücks statt. 

Am 1. September werden Stolpersteine verlegt für:

- Gertrud Bermas
- Leo Friedländer
- Hertha Friedländer
- Hertha Pulvermacher
- Else Rosenthal
- Helena Stein
- Erna Strauss 

21 Stolpersteine sind bereits gelegt worden. Sie erinnern an:

- Felix Philipp Ansbach
- Albert Arndt
- Henriette Breitbarth, geb. Schindler
- Ferdinand Brück
- Georg Camnitzer
- Richard Alfred Flichter
- Louis Friedländer
- Siegbert Goldbarth
- Adolf Abraham Heustein
- Ruth Josel
- Benno Werner Kaliski
- Betty Katz, geb. Falk
- Eloise Kirschstein, geb. Scheidt
- Robert Löwenberg
- Johanna Nordheim
- Martha Pariser
- Max Pek
- Caroline Schartenberg
- Anna Weißenberg
- Rudolf Witkowski
- Ida Wolf, geb. Blumenthal 

Der Dichter Moses Zodykow und seine Frau haben zum Zeitpunkt der Deportation nicht mehr im Blindenheim gewohnt. Für Moses und Bella Zodykow werden voraussichtlich Stolpersteine in der Winsstraße in Prenzlauer Berg verlegt. 

Die Stolpersteinverlegungen werden unterstützt vom Förderverein „Blindes  Vertrauen“ e. V. (Blindenwerkstatt Otto Weidt) sowie von der Journalistin und Schriftstellerin Inge Deutschkron.

"Stolpersteine" ist ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig, mit dem an Menschen erinnert wird, die zwischen 1933 und 1945 von den Nationalsozialisten verfolgt wurden. Stolpersteine sind Betonquader mit einer Kantenlänge von 10 cm, die in den Gehweg vor dem letzten frei gewählten Wohnort von Verfolgten des Nationalsozialismus eingelassen werden. Auf einer Messingplatte an der Oberseite sind der Name und das Schicksal des Menschen, an den erinnert wird, zu lesen. 

Kontakt für mehr Infos: Dr. Petra T. Fritsche, E-Mail: stolpersteininitiative.friedenau[at]web.de

Paloma Rändel
Öffentlichkeitsarbeit

Hände lesen über Brailleschrift, Makro