Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln

In Berlin unterwegs

Begleitservices:

  • VBB-Begleitservice (tägliche Begleitungen, also auch am Wochenende von 7:00 bis 22:00 Uhr): Tel. 030 34 64 99 40 (9:00 Uhr bis 16:00 Uhr) oder E-Mail: begleitservice[at]vbb.de
  • BIQ-Begleitservice (Begleitungen montags bis freitags, von 7:00 bis 20:00 Uhr): Tel.: 030 20 22 95 58 oder 030 20 22 95 50 (6:00 bis 14:30 Uhr)

Servicenummern:

Über die für Sie günstigste Fahrverbindung zu der von Ihnen gewählten Veranstaltung informieren Sie sich bitte bei der BVG-Auskunft, Tel.: 030 194 49.
Aktuelle Fahrplanänderungen oder Umleitungen bei der BVG können Sie unter der Rufnummer 030 25 62 25 62 abrufen, für die S-Bahnen, die Regional- und Fernbahnzüge ist die Info-Telefonnummer 030 29 74 33 33 zuständig. Im Internet hilft Ihnen http://mobil.bvg.de/Fahrinfo/bin/ weiter.

Reliefpläne des Berliner S- und U-Bahnnetzes im ABSV erhältlich

In der Hilfsmittelberatungsstelle des ABSV können die Reliefpläne des Berliner S- und U-Bahnnetzes mit Erläuterungen in Großdruck oder in Punktschrift für 8,00 Euro erworben werden. Wegen des recht großen Formates senden wir Ihnen die Pläne und Hefte auch gerne zu. Fragen Sie bei Ihrem nächsten Besuch danach!

Kontakt:
Katharina Diekhof
Tel.: 030 895 88-124
E-Mail: hilfsmittel[at]absv.de

Das Berliner S- und U-Bahnnetz ist mit zahlreichen, meist auch barrierefreien S- und U-Bahnhöfen gut ausgebaut, dabei aber auf Grund der Vielzahl an Linien und Umsteigebeziehungen auch ausgesprochen komplex und für viele nicht sehr übersichtlich. Blinde und Sehbehinderte sind bei ihren Wegen durch die Stadt auf dieses Verkehrsnetz angewiesen. Bedingt durch Störungen im Betriebsablauf müssen sie häufig die gewohnten Routen verlassen. Viele haben aber beim Verlassen der alltäglichen, bekannten Wege Probleme, die richtigen neuen Linien und Umsteigepunkte zu ermitteln. Ein tastbarer Plan, aut dem die Streckenführung der verschiedenen S- und U-Bahnlinien erkennbar ist, wird somit eine gute Hilfe bei der Orientierung in Fällen von Baumaßnahmen, betrieblichen Störungen oder Streiks sein, da dann eine neue Route, abweichend von den gewohnten Wegen, gesucht werden muss.

Die Deutsche Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig hat die Netzpläne in drei Reliefs umgesetzt:
Ein Relief mit dem vollständigen S-Bahnstreckennetz, ein weiteres Relief mit dem vollständigen U-Bahnstreckennetz und ein drittes Relief mit einer Vergrößerung des Innenstadtbereichs des S-Bahnrings.
In dem dritten Relief werden beide, U- und S-Bahnlinien, gemeinsam dargestellt. Auf den drei Plänen kann man den Verlauf der 15 S-Bahnlinien und der 9 U-Bahnlinien und zusätzlich auch die im Bau befindlichen oder geplanten Strecken mit den Fingern abfahren.

Umsteigepunkte sind besonders mit zwei bis maximal vier Buchstaben beschriftet. Da das U-Bahnstreckennetz flächenmäßig viel kleiner ist, haben wir im U-Bahnstreckenplan auch eine vereinfachte Linienführung des S-Bahnnetzes eingefügt, schon auch um die Größenverhältnisse zwischen S- und U-Bahnnetz zu verdeutlichen. Auf einem vierten Plan werden die in den Reliefs verwendeten Symbole und Abkürzungen für die Umsteigepunkte alphabetisch aufgelistet.

Obwohl die Reliefs schon sehr groß sind, kann natürlich nicht jede einzelne Station mit ihrem Namen in den Übersichtsplänen aufgeführt werden. Daher gibt es für Sehbehinderte ein Ergänzungsheft in Großdruck, in dem für jede Linie die einzelnen Stationen mit ihren Umsteigepunkten zur S-, U-, Regional- und Fernbahn in ihrer Reihenfolge aufgelistet sind. Für Blinde ist das Ergänzungsheft auf zwei Heftchen aufgeteilt worden. Diese Brailleheftchen sind so gestaltet, dass man sie bequem in der Tasche auf die Reise durch die Stadt mitnehmen, und falls die Ansage in der Bahn mal fehlt oder es im Zug zu laut ist, mal kurz nachlesen kann, wie die nächste Station heißt.

Auf den Reliefplänen kann man sehr schön erkennen, wie dicht doch manche Stationen und Linien beieinander liegen. Diese Reliefpläne sollen Mut machen, neue Wege und Routen zu erkunden. Der ABSV will damit auch einen kleinen Beitrag zur Verbesserung der Mobilität der Blinden und Sehbehinderten in Berlin leisten.

Herausgeber: ABSV
Zusammenstellung und Bearbeitung: Dr. Klaus Behling
Herstellung: Deutsche Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig
Gefördert durch die Kurt-Nietsch-Stiftung

Reisen mit der Deutschen Bahn

Fahrplan, Fahrkarten und Hilfen auf den Bahnhöfen
Informationen zu barrierefreien Zügen und Bahnhöfen oder zu berücksichtigenden Umsteigezeiten erhalten Sie bei der Mobilitätsservice-Zentrale. Hier können Sie auch Ein-, Aus- und Umsteigehilfen bestellen sowie Fahr- und Platzkarten buchen.
Die Mobilitätsservice-Zentrale ist täglich von 6-22 Uhr erreichbar:
Telefon: 0180 6 512 512
(20 Cent pro Anruf aus dem Festnetz, Tarif bei Mobilfunk max. 60 Cent pro Anruf)
Fax: 0180 5 159 357
(14 Cent pro Minute aus dem Festnetz, Tarif bei Mobilfunk max. 42 Cent pro Minute)
E-Mail: msz[at]deutschebahn.com
Alternativ können Sie die allgemeine Servicenummer, Stichwort „Betreuung“, rund um die Uhr anrufen:
Telefon: 0180 6 99 66 33
(20 Cent pro Anruf aus dem Festnetz, Tarif bei Mobilfunk max. 60 Cent pro Anruf)
Fahrplanauskünfte erhält man unter der allgemeinen Servicenummer (siehe oben), über das Internet unter m.bahn.de oder www.bahn.de, über die Apps der jeweiligen Smartphone-Betriebssysteme sowie über die kostenfreie Rufnummer 0800 1 50 70 90.

Freifahrten und weitere Nachteilsausgleiche
Blinde und sehbehinderte Menschen, die neben ihrem Schwerbehindertenausweis ein Beiblatt mit gültiger Wertmarke vorweisen können, haben Anspruch auf einen Nachteilsausgleich bei Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln im 2.-Klasse-Abteil in allen Regionalzügen Deutschlands sowie in den Bussen im Nahverkehr. Die Freifahrt gilt auch in einigen EC/IC-Zügen im Raum Berlin-Brandenburg auf den Strecken Berlin-Prenzlau und Potsdam-Berlin-Cottbus-Forst.
Schwerbehinderte Reisende können ihre Fahrkarte ohne Aufpreis (Bordzuschlag) unter Berücksichtigung möglicher Vergünstigungen, z. B. bei BahnCard,  in den Zügen des Fernverkehrs kaufen. Die Begleitperson fährt kostenfrei bei Zeichen B im Ausweis.
Schwerbehinderte Menschen mit einem GdB von mindestens 70 können sowohl die BahnCard 25 als auch die BahnCard 50 zum halben Preis erwerben, wahlweise für die erste oder für die zweite Klasse.

Begleitperson und Führhunde
Begleitpersonen (bei Merkzeichen B im Schwerbehindertenausweis) und/oder Führhunde können kostenfrei in den Zügen und Bussen des Nah- und Fernverkehrs mitfahren. Die Begleitperson muss dabei nicht denselben Start- oder Zielbahnhof wie die zu begleitende Person haben. Schwerbehinderte Personen mit Merkzeichen B dürfen sich bei der Deutschen Bahn auch gegenseitig begleiten.
Seit dem 1.4. 2013 zahlt die Begleitperson auch keinen ICE-Sprinteraufschlag mehr.

Kostenfreie Sitzplatzreservierung
Schwerbehinderte Personen mit Merkzeichen B oder Bl haben Anspruch auf bis zu zwei kostenfreie Sitzplatzreservierungen (für sich selbst und für die Begleitperson). Im ICE können Plätze gezielt im Ruhebereich gebucht werden. Die kostenfreie Buchung ist nur über die Mobilitätszentrale oder über das Reisezentrum möglich.

Fahrt mit 1. Klasse
Reisende mit dem Merkzeichen 1. Kl dürfen kostenfrei im 1. Klasse-Abteil aller Nahverkehrszüge sowie bei Besitz einer Fahrkarte für die 2. Klasse ohne Aufpreis im 1. Klasse-Abteil der Fernverkehrszüge reisen, ausgenommen ICE-Sprinter und Sonderzüge.

DB Kuriergepäck
Seit dem 1. Februar 2013 zahlen schwerbehinderte Menschen für den Transport ihres Gepäcks mit der Deutschen Bahn nur noch 16,50 Euro pro Stück.

Reisen mit Fernbussen

Auf der Internetseite: www.busliniensuche.de kann man sich Verbindungen und Preise verschiedener Anbieter anzeigen lassen.

Bei Fernbussen kann eine Begleitperson kostenfrei mitfahren bei Zeichen "B" im Schwerbehindertenausweis.