ABSV-Info 08/2020 - Veranstaltungen zum Gedenken der „Euthanasie“-Morde und des Holocaust

Freitag, 17. Januar 2020

Liebe Leserinnen und Leser, 

die Deutsche Hörfilm gemeinnützige GmbH (DHG) lädt anlässlich des Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Holocaust zu zwei Veranstaltungen ein. Der Gedenktag am 27. Januar wurde im Jahr 2005 von den Vereinten Nationen zum Gedenken an den Holocaust und den 60. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau eingeführt. 

Samstag, 25. Januar, 14:00 bis 16:00 Uhr:
Werkstatt Audiodeskription 

„Nacht und Nebel“ (Frankreich 1955, 32 Minuten)

Der Film von Alain Resnais ist die erste Dokumentation über die Konzentrationslager der Nationalsozialisten, 10 Jahre nach Kriegsende. Resnais verarbeitet Dokumente der Alliierten von der Befreiung von Auschwitz und aktuelle Aufnahmen des verfallenden Lagers. Das Drehbuch ist von Jean Cayrol, der in seinem Gedichtzyklus "Nacht und Nebel" seine KZ-Haft verarbeitete. Hanns Eisler schrieb die Musik. Paul Celan übersetzte die Texte ins Deutsche. In der Werkstatt nähern wir uns dem fotografischen Material der Dokumentation über Sprache und Ton. Wir erforschen, wie das Hören die abgebildete Realität begreifbar und „sichtbar“ macht. Einzelne Standbilder werden wir gemeinsam audiodeskriptiv beschreiben.
Leitung: Martina Wiemers; Eintritt frei!  

Ort: Museum für Fotografie, Jebensstr. 2, 10623 Berlin (Nähe U- und S-Bahnhof Zoologischer Garten)
Anmeldung per E-Mail: veranstaltungen[at]hoerfilm.de

Sonntag, 26. Januar, 15:00 Uhr:
„Schindlers Liste“
,  Filmaufführung mit offener Audiodeskription
(USA 1993, Geschichtsdrama, 193 Minuten), Regie: Steven Spielberg
mit Liam Neeson, Ben Kingsley, Ralph Fiennes, Caroline Goodall u. a. 

Der Film erzählt die wahre Geschichte des Industriellen Oskar Schindler, der im Zweiten Weltkrieg etwa 1200 Juden in seinen Rüstungsbetrieben beschäftigte und durch Mut und Entschlossenheit vor dem Tod im Vernichtungslager Auschwitz retten konnte.
Audiodeskription: Deutsche Hörfilm gGmbH; Eintritt frei! 

Ort: Kino Arsenal, Potsdamer Straße 2, D-10785 Berlin
(U- und S-Bahn sowie Busse 200, 300, M41, M48, M85 bis U- und S-Bahnhof Potsdamer Platz)
Anmeldung per E-Mail: veranstaltungen[at]hoerfilm.de

Der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen gedenkt jedes Jahr in der Tiergartenstraße 4 in Berlin der „Euthanasie“-Opfer des Nationalsozialismus. Von dort aus planten die Nationalsozialisten 1940-1941 im Rahmen der sogenannten „T4-Aktion“ unter direktem Befehl der „Kanzlei des Führers“ die systematische Zwangssterilisierung und Tötung von Menschen mit Lernschwierigkeiten oder psychischen Erkrankungen. Anlässlich des Gedenkens der Opfer der „Euthanasie“-Verbrechen im Nationalsozialismus – 75 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz – finden drei Gedenkveranstaltungen statt.

Sonntag, 26. Januar, 17:00 Uhr:
Theateraufführung in den Sophiensaelen

Kollektiv und vielstimmig verhandelt das Stück „i can be your translator“ die Frage nach dem Umgang mit dem Thema Euthanasie auf der Bühne: Das Konzept bin ich!

Ort: Sophiensaele, Sophienstraße 18, 10178 Berlin
(U-Bahn U8 bis Weinmeisterstraße; S-Bahn bis Hackescher Markt)
Anmeldung: Tel. 030 27 89 00 34, E-Mail: ticketing[at]sophiensaele.com

Montag, 27. Januar, 11:00 Uhr:
Kranzniederlegung

zum Gedenken der Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde  

Ort: Gedenk- und Informationsort für die Opfer der NS-„Euthanasie“-Morde, Tiergartenstraße 4, 10785 Berlin
(Busse 200, M41 bis Philharmonie)
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. 

Montag, 27. Januar, 19:00 Uhr:
Abendveranstaltung 

mit einem Konzert von Thonkunst, einem inklusiven A-Capella-Ensemble aus Leipzig, und Texten der Schreibwerkstatt der Marzahner Mark-Twain-Bibliothek unter Mitwirkung des Förderkreises Gedenkort T4 e. V. 

Ort: Kleisthaus, Mauerstraße 53, 10117 Berlin (U-Bahn U2 bis Mohrenstraße)
Anmeldung: Tel. 030 185 27 26 48, E-Mail: kleisthaus[at]behindertenbeauftragter.de 

Paloma Rändel
Öffentlichkeitsarbeit

Hände lesen über Brailleschrift, Makro