ABSV-Info 11/2021 - Lockdown verlängert mit verschärfter Maskenpflicht

Freitag, 22. Januar 2021

Liebe Leserinnen und Leser, 

der Berliner Senat hat die vierte Änderung der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung beschlossen und folgt damit den aktuellen Beschlüssen der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder zur weiteren Eindämmung der Pandemie.

Die geänderte Infektionsschutzmaßnahmenverordnung tritt voraussichtlich am Sonntag, 24. Januar, in Kraft und wird veröffentlicht unter
www.berlin.de/corona/massnahmen/verordnung

Demnach werden auch in Berlin die bisher betroffenen Maßnahmen bis einschließlich 14. Februar verlängert. Bis dahin wird auch die Präsenzpflicht für alle Schülerinnen und Schüler der Berliner Schulen ausgesetzt, Kitas und Kindertagespflegestellen sind geschlossen. Alle Einrichtungen bieten einen Notbetrieb an.

Neu ist vor allem die Verschärfung der Maskenpflicht. Eine Stoffmaske reicht in Bus und Bahn, beim Einkaufen, am Arbeitsplatz mit Publikumsverkehr sowie bei Gottesdiensten nicht mehr aus. In diesen Bereichen müssen nun medizinische Gesichtsmasken getragen werden. Damit sind sogenannte OP-Masken und FFP2-Masken gemeint, die in Apotheken und ausgewählten Drogerien oder online verkauft werden. Als Medizinprodukte müssen sie gesetzlichen Anforderungen entsprechen und tragen nach erfolgreicher Prüfung auf der Verpackung oder auf der Maske ein CE-Kennzeichen. 

OP-Masken:
Diese Masken sind Einmalprodukte, die normalerweise im Klinikalltag oder in Arztpraxen verwendet werden. Sie bestehen aus speziellen Kunststoffen und sind mehrschichtig aufgebaut. In ihrem Erscheinungsbild sind sie sich sehr ähnlich: Rechteckige Form mit Faltenwurf, damit sich die Maske dem Gesicht anpassen kann. Die Vorderseite (Außenseite) ist meist farbig, die Rückseite (Innenseite) nicht. Die Masken haben Ohrschlaufen und einen Nasenbügel aus Draht. Sie bieten vor allem einen Fremdschutz, da sie vor infektiösen Tröpfchen des Maskentragenden schützen. 

FFP2-Masken:
Diese Masken sind als sogenannte "Staubschutzmaske" aus dem Bereich des Handwerks bekannt. Sie sind weiß, oft kuppelförmig oder faltbar ("Kaffeefilterform"). Sie sind vergleichsweise starrer als OP-Masken oder Alltagsmasken. Dies liegt daran, dass sie mehr und unterschiedliche Filterschichten aufweisen. Dadurch schützen sie den Träger der Maske vor Partikeln, Tröpfchen und Aerosolen. Korrekt sitzende FFP-Masken liegen dicht an und bieten Fremd- und Eigenschutz.  

Beide Maskentypen sind eigentlich als Einmalmasken vorgesehen und sollten nach Durchfeuchtung entsorgt werden. Allerdings sind FFP2-Masken nur begrenzt verfügbar und deutlich teurer als die einfachen OP-Masken. Aufgrund ihrer höheren Schutzwirkung kann deshalb auch die mehrfache Verwendung von FFP2-Masken für den Privatgebrauch sinnvoll sein.

Wie bereits im ABSV-Info 07/2021 beschrieben, erhalten über 60-Jährige und Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen, wie zum Beispiel Asthmatiker, Diabetiker oder Schlaganfallpatienten, in diesen Tagen von ihrer Krankenkasse Berechtigungsscheine für zweimal je sechs FFP2-Masken. Die Masken können in der Apotheke abgeholt werden. Dafür ist ein Eigenanteil von zwei Euro für je sechs Masken zu zahlen. Der erste Berechtigungsschein ist vom 1. Januar bis 28. Februar 2021, der zweite vom 16. Februar bis 15. April 2021 gültig. Bitte schneiden Sie den ersten Bezugsschein nach Möglichkeit bereits zu Hause ab und bewahren Sie den zweiten Teil sorgfältig bis zum Gültigkeitszeitraum auf. 

Mehr Informationen zu den verschiedenen Maskentypen und deren Anwendung finden Sie beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) unter:
Empfehlungen des BfArM 

Paloma Rändel
Öffentlichkeitsarbeit

Hände lesen über Brailleschrift, Makro