ABSV-Info 27/2021 - Tests to go, Impfeinladungen und prioritäre Impfung

Freitag, 12. März 2021

Liebe Leserinnen und Leser, 

dieser Tage gibt es wieder einige neue Informationen zu Corona, die wir Ihnen gern aus den Pressemitteilungen der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung weiterleiten möchten:   

Berlinerinnen und Berliner können sich ab 8. März kostenlos auf Sars-CoV-2 testen lassen  

Ohne Terminvergabe können zunächst folgende Testzentren aufgesucht werden:  
- Max Taut OSZ, Fischerstraße 36, 10317 Berlin
- Carl-von-Ossietzky-Schule, Blücherstraße 46 - 47, 10961 Berlin
- Kurt-Weiss-Sporthalle, Franzensbader Straße 16, 14193 Berlin
- Poststadion Mitte, Lehrter Straße 59, 10557 Berlin
Die Registrierung vor Ort ist zurzeit ausschließlich über einen QR-Code möglich, man benötigt also ein Smartphone. Es wird an einer anderen Lösung gearbeitet.  Für alle übrigen Teststellen ist eine Terminvereinbarung über www.test-to-go.berlin aus organisatorischen Gründen derzeit noch notwendig.  

Für Fragen steht täglich von 9:00 bis 18:00 Uhr die Hotline unter 0800 266 83 63 zur Verfügung.  
Einen Überblick über die Teststellen (Öffnungszeiten: 9:00 bis 17:00 Uhr) finden Sie hier:  
- Tempelhof-Schöneberg: Mariendorfer Damm 64, 12109 Berlin
- Marzahn-Hellersdorf: Janusz-Korczak Straße 17, 12627 Berlin
- Charlottenburg: Zillestraße 10, 10585 Berlin
- Treptow-Köpenick: Spreestraße 6, 12439 Berlin
- Lichtenberg: Rummelsburger Straße 13, 10315 Berlin
- Friedrichshain-Kreuzberg: Prinzenstraße 23, 10969 Berlin
- Pankow: Hauptstraße 29 a, 13158 Berlin
- Neukölln: Bat-Yam-Platz 1, 12353 Berlin
- Reinickendorf: Antonienstraße 51, 13403 Berlin
- Spandau: Schönwalder Allee 26 13587 Berlin (Hintereingang Haus 2)
- Steglitz-Zehlendorf: Kirchstraße 1 - 3, 14163 Berlin
- Wedding: Müllerstraße 146, 13353 Berlin   

Kassenärztliche Vereinigung übernimmt im Auftrag der Senatsgesundheitsverwaltung die Impfeinladung aller chronisch Kranken zwischen 18 und 70 Jahren  

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung und die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin haben sich darauf verständigt, dass die KV Berlin nach Beauftragung durch die Senatsverwaltung zusätzlich zu den 65- bis 70-Jährigen auch die Impfeinladungen der chronisch Kranken zwischen 18 und 64 Jahren übernehmen wird. Mit dieser Vorgehensweise entfällt auch in dieser Personengruppe die in der Impfverordnung vorgesehene Ausstellung ärztlicher Atteste.  

Die KV Berlin wird auf der Grundlage von Abrechnungsdaten alle chronisch Erkrankten anschreiben, die in § 3 der Impfverordnung aufgeführt sind. Insgesamt handelt es sich bei dieser Patientengruppe in Berlin um über 400.000 Menschen.  

KV und Senatsverwaltung für Gesundheit weisen darauf hin, dass die Abrechnungsdaten das alleinige entscheidende Kriterium für die Impfeinladungen der chronisch Erkrankten sind. Deshalb werden die Patientinnen und Patienten gebeten, von Anfragen in den Praxen abzusehen und den Eingang der Einladung abzuwarten. Die KV hat bereits mit der Versendung der Impfeinladungen im Auftrag der Senatsgesundheitsverwaltung begonnen und wird im März damit über 400.000 Impfeinladungen der Senatsverwaltung an chronisch kranke Patientinnen und Patienten versenden. 

Pflegebedürftige Personen ab 70 Jahre können ab sofort zwei enge Kontaktpersonen benennen, welche priorisiert gegen Corona geimpft werden können  

Hierzu hat die Senatsgesundheitsverwaltung entsprechende Hinweise veröffentlicht. Dies gilt ergänzend zur eigenen Impfung gegen das Coronavirus. Entsprechende Personenvorschläge können durch die pflegebedürftige Person selbst sowie vertretende Personen gemacht werden, um die essenzielle Pflege durch das soziale Umfeld des genannten Personenkreises abzusichern. Konkret umfasst dieser Personenkreis pflegebedürftige Menschen ab 70 in häuslicher Pflege oder in Pflege-WGs, weiter sind chronische Krankheiten laut § 3 Abs. 1 Ziff. 2 CoronaImpfV maßgeblich. Auch gelten der Erhalt eines Entlastungsbetrages bei Pflegegrad 1, Pflegesachleistungen (Betreuung durch einen Pflegedienst) ab Pflegegrad 2 oder Pflegegeldleistungen (Pflegegeld) ebenfalls ab PG 2 als Kriterien für einen prioritären Impfanspruch.  

Für die Umsetzung sind wurden die ambulanten Pflegedienste um Hilfe gebeten, da die Pflegekassen ihre Mitwirkung aus datenschutzrechtlichen Gründen verweigerten. Hierfür gaben die Pflegeverbände ihre grundsätzliche Zustimmung. Alle 685 ambulanten Pflegedienste wurden bereits über das Verfahren und die relevante Zielgruppe zur Impfung von bis zu zwei Kontaktpersonen informiert. Sie wurden gebeten, über eine Web-Anwendung die Anzahl der betreuten und zu beratenden (gem. § 37 Abs. 3 SGB XI) pflegebedürftigen Menschen anzugeben. Danach erhalten Pflegedienste Impfcodes gemäß der gemeldeten Anzahl multipliziert mit dem Faktor 2.  

Diese Codes, sowie Hinweise und Aufklärungs- bzw. Impfzustimmungserklärung werden dann über die ambulanten Dienste möglichst im Zuge der Pflegebetreuung oder –Beratung an die pflegebedürftigen Personen übergeben. Diese können dann bis zu zwei enge Kontaktpersonen benennen, die prioritär in den Impfzentren geimpft werden können. Nach Schätzungen ergeben sich danach allein über die Zielgruppe der an 70-jährigen pflegebedürftigen Menschen mehr als 160.000 Kontaktpersonen mit Anspruch auf eine prioritäre Impfung. Die Anzahl der chronisch kranken Personen mit Pflegegrad sind nicht bekannt, dürfte die Zahl der Kontaktpersonen aber deutlich erhöhen.   

Haben Sie Fragen oder Hinweise?
Dann wenden Sie sich gern an unsere Beraterinnen im Sozialdienst unter den Ihnen bekannten Kontaktdaten oder lassen Sie sich über die Zentrale verbinden:
Tel. 030 895 88-0, E-Mail: info@absv.de   

Stephanie Baath
Sekretariat

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