ABSV-Info 35/2020 - Was tun bei Verdacht auf eine Corona-Ansteckung?

Freitag, 20. März 2020

Liebe Leserinnen und Leser, 

falls Sie befürchten, sich angesteckt zu haben, können Sie sich unter folgender Hotline beraten lassen: 030 90 28 28 28 (täglich von 8:00 bis 20:00 Uhr) 

Die Hotline ist besetzt durch Fachleute des Landesamtes für Gesundheit und Soziales, der bezirklichen Gesundheitsämter und der Charité.
Aufgrund hoher Nachfrage kann es zu Wartezeiten kommen.  

Verhalten im Verdachtsfall 

Die Senatsgesundheitsverwaltung empfiehlt in der jetzigen Lage und nach Anpassung der Kriterien durch das Robert-Koch-Institut (RKI) die Abklärung in folgenden Fällen:

- Wer innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt zu einem bestätigten Fall hatte, sollte zuhause bleiben und telefonisch das zuständige Gesundheitsamt* kontaktieren, damit die Abklärung vorgenommen wird. Der Amtsarzt/die Amtsärztin entscheidet nach den Kriterien des RKI und der individuellen Situation des Patienten/der Patientin über das weitere Vorgehen einen möglichen Test und eine möglichen häuslichen Isolation betreffend.

- Wer innerhalb der letzten 14 Tage im Risikogebiet** gewesen ist und Symptome (von leichter Erkältung bis Lungenentzündung) hat, sollte ebenfalls zuhause bleiben und telefonisch den Hausarzt kontaktieren. Dieser entscheidet über das weitere Vorgehen, und eine mögliche Testung auf eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus.

- Wer selbst innerhalb der letzten 14 Tage im Risikogebiet** gewesen ist, sich gesund fühlt und keine Symptome an sich beobachten kann, sollte sich selbst für die nächsten 14 Tage lang beobachten und in Rücksprache mit seinem Arbeitgeber klären, ob eine Arbeit von zuhause aus möglich ist.  

* Gesundheitsamt:
Das für Sie zuständige Gesundheitsamt wird Ihnen nach Eingabe Ihrer Postleitzahl unter folgendem Link aufgelistet: tools.rki.de/PLZTool/?q=12043  

** Risikogebiet:
Unter folgendem Link finden Sie internationale Risikogebiete und besonders betroffene Gebiete in Deutschland: www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html  

Alle Kontaktaufnahmen sollten zuerst telefonisch stattfinden. Der direkte Kontakt zu anderen Personen sollte vermieden werden.  

Corona-Untersuchungsstellen in Berlin 

Der Rettungsdienst und die Rettungsstellen sind die richtigen Anlaufpunkte für Menschen mit schweren Symptomen. Niemand sollte sich jedoch unangekündigt in eine Rettungsstelle begeben, sondern vorher telefonisch den Verdacht auf Ansteckung mit dem Coronavirus mitteilen, damit bei Transport und Ankunft vor Ort wichtige Schutzmaßnahmen getroffen werden können. Alle Krankenhäuser in Berlin sind in der Lage, Menschen mit Verdacht auf Coronavirus oder Infizierte isoliert unterbringen und behandeln. 

Einige Berliner Krankenhäuser haben spezielle Corona-Untersuchungsstellen eingerichtet.Aber auch hier gilt: Rufen Sie vorab bei der Hotline 030 90 28 28 28 an!
Wenn nicht anders angegeben, haben die Untersuchungsstellen werktags von 10:00 bis 19:00 Uhr und am Wochenende von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.
Die Adressen finden Sie unter folgenden Link: www.berlin.de/corona/untersuchungsstellen  

Den Fahrdienst von Berlins Feuerwehr und der Kassenärztlichen Vereinigung für Verdachtsfälle erreichen Sie unter der Telefonnummer 116 117. 

Kostenregelung bei einem Corona-Test 

Die Übernahme der Kosten für den Test ist in Deutschland bundesweit einheitlich geregelt. Wenn Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin den Test für notwendig hält, werden die Kosten vom Gesundheitsamt bzw. den Krankenkassen übernommen. Menschen ohne deutsche Krankenversicherung müssten eine Kostenübernahme direkt mit ihrer Versicherung klären. 

Weitere Informationen finden Sie unter: www.berlin.de/corona   

Bei allen Fragen kontaktieren Sie bitte den ABSV-Sozialdienst unter den bekannten Kontaktdaten oder über die Zentrale: Tel. 030 895 88-0, E-Mail: info@absv.de
Und bitte denken Sie auch immer an die Mitglieder in Ihren Gruppen, die keine E-Mail haben!  

Paloma Rändel
Öffentlichkeitsarbeit

Hände lesen über Brailleschrift, Makro