ABSV-Info 47/2019 - E-Mobilität: Protest gegen E-Roller auf Gehwegen; Kampagne „Elektrisch fahren tut hörbar gut!“

Donnerstag, 2. Mai 2019

Liebe Leserinnen und Leser, 

Liebe Leserinnen und Leser, vielen Dank an alle, die am 23. April unserem sowie dem Aufruf von Fuss e. V. gefolgt sind und öffentlichkeitswirksam vor dem Bundesverkehrsministerium gegen die geplante Zulassung von Elektro-Kleinstfahrzeugen auf Gehwegen protestiert haben. Der DBSV und seine Landesvereine werden weiterhin gemeinsam mit anderen Organisationen dafür kämpfen, dass der Gehweg ein sicherer Bereich für Fußgänger bleibt. Falls es noch einmal öffentlichkeitswirksame Aktionen geben wird, werden wir Sie kurzfristig informieren. 

Berlins Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos, für Grüne) und Brandenburgs Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD) haben sich am Dienstag im Verkehrsausschuss des Bundesrats gegen Elektroroller auf Gehwegen ausgesprochen. Weitere Bundesländer warnen vor E-Rollern auf Gehwegen. Aber ob das für die Abstimmung am 17. Mai reicht, wenn im Plenum des Bundesrats über die Verordnung abgestimmt wird? Mehr dazu auf rbb24.de

Es gibt noch ein weiteres Problem, das in nächster Zeit an Brisanz zunehmen wird: leise Elektrofahrzeuge, die schon bald vermehrt auf unseren Straßen unterwegs sein werden. Sie versprechen zwar saubere Luft und weniger Lärmbelästigung, aber die leisen Fahrzeuge stellen für viele Verkehrsteilnehmende eine erhöhte Unfallgefahr dar.

Mit der bundesweiten Kampagne "Elektrisch fahren tut hörbar gut!" weisen wir darauf hin, wie wichtig es insbesondere für blinde und sehbehinderte Menschen ist, die herannahenden Fahrzeuge rechtzeitig akustisch wahrnehmen zu können. In den aktuellen Vereinsnachrichten berichten wir ausführlich darüber. Der DBSV und seine Landesverbände fordern den sofortigen Einbau eines künstlichen Warngeräuschs (AVAS) in Hybrid- und Elektrofahrzeuge, statt bis 2021 zu warten, wenn dies für alle erstmals zugelassenen Fahrzeuge gesetzlich vorgeschrieben ist.
Mehr Infos unter www.dbsv.org/emobi.html

Zum Start der bundesweiten Aktionen haben wir den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung gewählt. 

Auch der ABSV beteiligt sich. In den nächsten Tagen erhalten die landeseigenen Betriebe, Autohäuser, Carsharing-Unternehmen, Autovermieter sowie Verkehrspolitiker von uns Post mit der dringenden Bitte, ein AVAS beim Kauf von Elektrofahrzeugen zu berücksichtigen. Außerdem möchten wir am Rande des Fachkongresses "Mobilitätswende – den Wandel gestalten" auf die Problematik der leisen Fahrzeuge aufmerksam machen und Informationsblätter verteilen.

- Mittwoch, 8. Mai, 9:30 Uhr
- Donnerstag, 9. Mai, 9:30 Uhr 

Ort: Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin, Hiroshimastraße 17, 10785 Berlin
(Busse M29 bis Hiroshimasteg oder Bus 200 bis Tiergartenstr.) 

Wer möchte die Aktion unterstützen und vor Ort dabei sein? 
Anmeldungen bitte per E-Mail an: presse[at]absv.de 

Paloma Rändel
Öffentlichkeitsarbeit

Hände lesen über Brailleschrift, Makro