ABSV-Info 60/2022 - Hunde müssen registriert werden - Katzen auch

Mittwoch, 8. Juni 2022

Liebe Leserinnen und Leser, 

wie in den aktuellen Vereinsnachrichten 6/2022 von Dr. Verena Staats ausführlich beschrieben, ist seit dem 1. Januar 2022 das Berliner Hunderegister in Kraft. Mit dessen Hilfe sollen künftig Hunde leichter identifiziert sowie Halterinnen und Halter ermittelt werden können. Die Meldung des Hundes beim Finanzamt reicht nicht aus.

Alle Berliner Hundehalterinnen und -Halter müssen bis spätestens 1. Juli folgende Angaben melden:

- Name, Anschrift und Geburtsdatum des Hundehalters
- Chipnummer des Hundes
- Geschlecht und Wurftag des Hundes
- Rassezugehörigkeit des Hundes oder Angabe der Kreuzung (soweit feststellbar)
- Beginn (und evtl. Ende) der Haltung des Hundes
- Tod des Hundes
- Art des Bissvorfalls oder Art der Gefährdung von Menschen oder Tieren bei Feststellung einer Gefährlichkeit eines Hundes

Erfolgt keine Meldung, dann kann dies mit einer Geldbuße bis zu 10.000 Euro geahndet werden.

Gebührenfreie Anmeldung für Blindenführhunde

Normalerweise ist die Registrierung mit einer Gebühr von 17,50 (Online-Registrierung) bzw. 26,50 Euro (telefonische oder schriftliche Anmeldung) verbunden. Für Blindenführhunde ist eine Gebührenbefreiung möglich. Diese ist bei der GovConnect GmbH, der Betreiberin des Registers, zu beantragen. Die Beantragung kann telefonisch erfolgen, gern auch direkt zusammen mit der telefonischen Registrierung.

Telefonische Registrierung:
Montag bis Donnerstag, 9:00 bis 16:00 Uhr und Freitag, 9:00 bis 13:00 Uhr
Tel. 0441 36 17 79 90

Online-Registrierung:
hunderegister.berlin.de/register/

Auch Katzenbesitzerinnen und -Besitzer müssen sich umgewöhnen

Übrigens: Ab heute, 8. Juni, treten auch für Katzen neue Regeln in Kraft. Laut der vom Senat beschlossenen Katzenschutzverordnung dürfen nur noch kastrierte und durch einen Chip gekennzeichnete Tiere freien Auslauf erhalten. Die Katzen müssen zudem bei einer von der Verwaltung anerkannten Stelle registriert sein, dazu zählen Tasso, Findefix und IFTA. Fortpflanzungsfähigen Katzen darf nur noch an einer Leine oder in einem umzäunten Gebiet Freigang ermöglicht werden. Damit soll die unkontrollierte Vermehrung freilebender Katzen eingedämmt werden.

Zur Infoseite des Berliner Senats

Martin Oswald
Öffentlichkeitsarbeit

Hände lesen über Brailleschrift, Makro