ABSV-Info 84/2022 - Studierendenprojekt "Von Sinnen" und Tastführung in der Berlinischen Galerie

Mittwoch, 3. August 2022

Liebe Leserinnen und Leser,

bevor wir zu unserem eigentlichen Thema kommen, möchten wir noch einmal auf die Führung im Museumsdorf Düppel am 28. August, 11:00 Uhr, hinweisen. Hier ist uns im letzten Newsletter bei der Anfahrtsbeschreibung ein kleiner Fehler unterlaufen. Korrekt ist:
Treffpunkt: Kasse, Museumsdorf Düppel, Clauertstraße 11, 14163 Berlin (Empfohlene selbstständige Anfahrt: vom S-Bahnhof Wannsee mit dem Bus 118 Richtung Rathaus Zehlendorf bis Clauertstraße)
Christine Rieger bietet alternativ eine gemeinsame Anreise vom S-Bahnhof Mexikoplatz an, sie wartet von 10:00 bis 10:15 Uhr auf dem S-Bahnsteig Mexikoplatz Richtung Ausgang.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Und nun zu unserem eigentlichen Thema:

Dass im Museum nichts angefasst werden darf, ist oft noch ein ungeschriebenes Gesetz. Aber warum ist das eigentlich so? Lässt sich Kunst wirklich nur über den Sehsinn erfahren? Und wie erhalten dann blinde und sehbehinderte Menschen Zugang zu Kunst in Museen? Diesen Fragen widmeten sich in ihrem letzten Semester 23 Studierende der Fachhochschule Potsdam und der Hochschule Darmstadt.

Mit der Berlinischen Galerie haben Sie nicht nur eine Möglichkeit gefunden, ihr Projekt in einem repräsentativem Rahmen zu präsentieren. Dort gibt es mit der barrierefreien Dauerausstellung auch bereits ein gutes Beispiel für Zugänglichkeit und Inklusion und mit Andreas Krüger, verantwortlich für Barrierefreiheit und Inklusion, einen fachlich versierten Ansprechpartner.

Projektpräsentation „Von Sinnen. Multisensorische Erkundungen der Stadt“ – was können Besucherinnen und Besucher erleben?

Zusammen mit blinden und sehbehinderten Menschen, darunter auch aus dem ABSV, wurden multisensorische Vermittlungsformate erarbeitet, die Zugänge zu Kunstwerken über mehrere Sinne ermöglichen. Das Gemälde „Straßenlärm“ (1920) von Otto Möller, das in der Dauerausstellung der Berlinischen Galerie hängt, bildete den Ausgangspunkt für die Experimente. Es sind taktile, auditive, olfaktorische und dialogische Ausstellungsobjekte entstanden: Skulpturen zum Ertasten, Bilder zum Riechen und Texte zum Hören. Gäste sind herzlich eingeladen, sich auf die Spuren multisensorischer Vermittlung zu begeben.

Die Präsentation läuft noch bis zum 29. August. Am 7. und 27. August (Achtung: Lange Nacht der Museen) stehen die Studierenden als sogenannte „Live-Speaker“ (Ansprechpersonen) für Fragen zum Projekt zur Verfügung.

Projektpräsentation und Tastführung zur Langen Nacht der Museen am 27. August:

Die Berlinische Galerie gehört zu den 70 Museen, die an der Langen Nacht der Museen teilnehmen. Mit einem Busshuttle gelangen Sie bequem von Ort zu Ort.

Tickets: 18,00 Euro/ermäßigt 12,00 Euro, Begleitperson frei
Mehr Infos unter www.lange-nacht-der-museen.de

Im Rahmen der Projektpräsentation stehen Ihnen die Studierenden von 19:00 bis 22:00 Uhr für Erläuterungen zur Verfügung.

Außerdem lädt die Berlinische Galerie von 19:30 bis 20:30 Uhr zu einer Tastführung durch die Dauerausstellung ein.

Die Dauerausstellung der Berlinischen Galerie ist eine Zeitreise durch die Geschichte Berlins: Kaiserreich, Weimarer Republik, nationalsozialistische Diktatur, Neuanfang nach 1945, Kalter Krieg in der geteilten Stadt und die sich im Schatten der Mauer in Ost und West entwickelnden alternativen Gesellschafts- und Lebensentwürfe. Lernen Sie die Stadt und ihre Kunst aus der Zeit zwischen 1880 und 1980 anhand ausgewählter Werke kennen. Ausführliche Bildbeschreibungen, Tastmodelle sowie Materialproben ermöglichen einen multisensorischen Rundgang durch die Dauerausstellung. Die Führung richtet sich an blinde, sehbehinderte und sehende Menschen. In Kooperation mit dem Museumsdienst Berlin.
Referentinnen: Christine Rieger und Michaela Englert

Anmeldung: Nicht erforderlich
Die Teilnahme an der Führung und der Projektpräsentation ist im Ticket für die Lange Nacht der Museen enthalten.

Kontakt:

Berlinische Galerie, Alte Jakobstr. 124–128, 10969 Berlin
(Bus M29 bis Waldeckpark, 248 bis Jüdisches Museum; U-Bahn U1/ U3 bis Hallesches Tor, U6 bis Kochstr. /Hallesches Tor, U8 bis Moritzplatz)
Hinweise: Von den Bushaltestellen Waldeckpark (Linie M29) und Jüdisches Museum (Linie 248) sind es jeweils etwa 400 m zum Museum. Die nächstgelegenen barrierefreien U-Bahnhöfe sind Hallesches Tor (U1/ U6, ca. 1,2 km entfernt) und Kochstraße/Checkpoint Charlie (U6, ca. 1 km entfernt).
Internet: www.berlinischegalerie.de

Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Montag 10:00 bis 18:00 Uhr
Abweichende Öffnungszeiten am 27. August wegen der Langen Nacht der Museen

Paloma Rändel
Öffentlichkeitsarbeit

Hände lesen über Brailleschrift, Makro