"Bitte Weg frei!"

Mittwoch, 14. Oktober 2020

Gepäckstücke auf Leitlinien stellen ein Hindernis dar und können zur Gefahr werden.

Foto: Woche des Sehens/Oliver Ziebe

 

 

 

 

Dringender Appell anlässlich des Internationalen Tages des weißen Stocks: "Bitte Weg frei!"

Berlin, 14. Oktober 2020. Oftmals erschweren vermeidbare Hindernisse den Alltag blinder und sehbehinderter Menschen. Mit der Aktion "Bitte Weg frei!" zum Internationalen Tag des weißen Stocks soll zu mehr Rücksichtnahme im Alltag aufgerufen werden. 

Auf vielen Bahnhöfen im Fern- und Nahverkehr gibt es taktile Bodenleitsysteme, die mit dem weißen Langstock gut erkannt werden können. Gefährlich wird es jedoch, wenn Personen oder Gepäckstücke den Leitstreifen auf den Bahnsteigen blockieren und damit blinde Reisende irritieren und zum Ausweichen nötigen. "Bitte Weg frei!" bezieht sich aber auch auf freie Gehwege. Leider entstehen häufig durch Tische und Stühle oder sperrig abgestellte Fahrräder unnötige Barrieren. Besonders gefährlich sind die mitunter kreuz und quer auf dem Gehweg stehenden oder liegenden E-Roller, denn sie können schwerste Stürze auslösen.

Der Allgemeine Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin (ABSV) ruft zu einem achtsamen Miteinander auf. Jeder kann bereits in seinem häuslichen Umfeld dazu beitragen, Barrieren zu beseitigen oder gar nicht erst entstehen zu lassen. Wer sich beispielsweise verdeutlicht, dass man auf einer Folie wie auf einer Eisfläche ausrutschen kann, räumt bitte die vom Zusteller achtlos fallengelassenen eingeschweißten Werbesendungen von den Stufen im Treppenhaus, bevor es zu Unfällen kommt.

Der Internationale Tag des weißen Stocks findet jährlich am 15. Oktober statt. In Deutschland endet damit die "Woche des Sehens", die in diesem Jahr vom 8. bis 15. Oktober unter dem Motto "Die Zukunft im Auge behalten" stattfand.

Mehr Infos zur Aktion "Bitte Weg frei!" und zum Internationalen Tag des weißen Stocks unter:

www.woche-des-sehens.de/veranstaltungen/tag-des-weissen-stocks

Pressekontakt:
Paloma Rändel, Öffentlichkeitsarbeit,
Tel. 030 895 88-123, Fax 030 895 88-99, E-Mail: paloma.raendel[at]absv.de
Allgemeiner Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin (ABSV)
Auerbachstraße 7, 14193 Berlin
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