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Zuletzt geändert: 
17. April 2019 - 16:54

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ABSV-Info 20/2020 - Abstimmen zum Deutschen Hörfilmpreis, barrierefreies Kinoprogramm ab heute online

Liebe Leserinnen und Leser,

blinde, sehbehinderte und sehende Filmfans können für den Publikumspreis des Deutschen Hörfilmpreises abstimmen und entscheiden, welcher Film über die besten Bildbeschreibungen für blinde und sehbehinderte Menschen verfügt.

Der Gewinner des Publikumspreises 2020 wird am Dienstag, 17. März, bei der festlichen Preisverleihung des 18. Deutschen Hörfilmpreises in Berlin verkündet und gemeinsam mit den anderen Preisträgern geehrt.

Auf der Internetseite des Deutschen Hörfilmpreises werden die sechzehn nominierten Beiträge in den vier Kategorien Kino, TV, Dokumentation und Kinder-/Jugendfilm jeweils mit einem kurzen Filmausschnitt mit Audiodeskription vorgestellt. Hier geht’s direkt zur Abstimmung:
www.deutscher-hoerfilmpreis.de/publikumspreis-2020.html

Unter allen, die mitgemacht haben, wird eine Einladung zum 18. Deutschen Hörfilmpreis für zwei Personen verlost (inklusive Anreise mit der Deutschen Bahn, 2. Klasse, und einer Übernachtung).

Kino für alle

Pünktlich zur Berlinale startet das barrierefreie Kinoprogramm auf www.kinofüralle.de

Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e. V. (DBSV) bietet auf dieser Plattform umfassende Informationen zu barrierefreien Filmen und Kinos. Kinofans können nun erstmals an zentraler Stelle herausfinden, welche Filme entsprechend ausgestattet sind, wann und wo sie gezeigt werden und mit welcher App man sie im Kino über das Smartphone abrufen kann. Auch die Suche nach Filmen im Original mit Untertiteln (OmU) ist möglich.

In Kürze sollen zudem barrierefreie Merkmale von Kinos angezeigt werden.Kinofilme wie „Lara“, „Ich war noch niemals in New York“, „Crescendo“ oder „Nur eine Frau“, die für den Deutschen Hörfilmpreis 2020 nominiert sind, und ihre Spielzeiten in den Kinos sind auf kinofüralle.de leicht zu finden. Auch Sondervorführungen wie die Hörfilme bei der Berlinale sind hier aufgeführt.

Im Rahmen der Berlinale wird kinofüralle.de am Dienstag, 25. Februar, von 10:00 bis 11:00 Uhr,
in den Hackesche Höfe Kinos vorgestellt.

Hintergrund:

Mit der Novellierung des Filmförderungsgesetzes (FFG) im Jahr 2013 wurde die Herstellung einer barrierefreien Fassung zur Bedingung für eine Filmförderung. Dies hat die Zahl der Filme mit AD und UT stark steigen lassen. Allerdings ist der Zugang zu den barrierefreien Fassungen nicht verbindlich geregelt. Für Filmfans war bisher nicht ersichtlich, welche Filme sie wie im Kino barrierefrei erleben können.

Der Zugang zur barrierefreien Fassung erfolgt entweder über ein Kino-System oder über eine Kino-unabhängige App – die Bekannteste ist „Greta“. Damit können Audiodeskription und Untertitel auf das Smartphone heruntergeladen und in jedem Kino abgespielt werden. Bei Greta findet man sowohl deutsche Filme, die von der Filmförderungsanstalt (FFA) und dem Deutschen Filmförderfonds (DFFF) gefördert wurden, als auch große internationale Produktionen. Die Bereitstellung von AD und UT über die App Greta muss beauftragt werden – leider geschieht dies noch längst nicht bei allen Filmen.

Bei allen von der FFA und dem DFFF geförderten Filmen befindet sich die barrierefreie Fassung auf der digitalen Filmkopie (DCP). Momentan gibt es aber kein verlässliches Kino-System, mit dem AD oder UT direkt von der digitalen Filmkopie im Kino abgerufen werden können.

Nach Recherche des DBSV starteten im Jahr 2019 im Kino ca. 100 geförderte Filme mit barrierefreier Fassung. Nur ein Drittel dieser Filme wurde über Greta bereitgestellt. Bei den verbleibenden Filmen, die ebenfalls gefördert wurden, sind AD und UT für die Filmfans im Kino unzugänglich.

Mit kinofüralle.de erleichtert der DBSV vielen Filmfans mit Beeinträchtigung den Zugang zum Kino. Der Verband setzt sich dafür ein, dass noch mehr Filme mit barrierefreier Fassung über eine Kino-unabhängige App zur Verfügung gestellt werden, denn nur so wird flächendeckend Kino für alle ermöglicht.

Kino für alle“ ist ein Projekt des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes und wird gefördert von der Filmförderungsanstalt (FFA) mit freundlicher Unterstützung der Hildegard-Scherraus-Stiftung und der Pfizer Deutschland GmbH.

Paloma Rändel
Öffentlichkeitsarbeit

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